Hospizinitiative Inn Salzach

Wappen Altötting
Innsalzach
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Hospizinitiative Inn Salzach

  • In den Landkreisen Altötting und Mühldorf gibt es seit vielen Jahren eine Versorgungslücke für schwerstkranke Menschen am Lebensende, die einen stationären Hospizplatz benötigen. Bereits im Pflegegutachten für Bayern der IGES GmbH aus dem Jahr 2020 werden den Landkreisen Mühldorf und Altötting erhebliche Engpässe in der palliativen Versorgung bescheinigt.
  • Eine Befragung der Hausärzte und der Vorsitzenden der hausärztlichen Kreisverbände der beiden Landkreise bestätigt den Bedarf, ebenso wie die Befragung aller relevanten Zuweiser, wie der Palliativstation und des Sozialdienstes des Innklinikums des palliativmedizinischen Dienstes des Innklinikums und der SAPV am Inn. Ein von der Hospizinitiative beauftragtes Gutachten der Modus GmbH ermittelt für das Jahr 2030 sogar einen durchschnittlichen Bedarf von 16,6 Betten.
  • Im Jahr 2024 haben der Anna Hospizverein im Landkreis Mühldorf und der Hospizverein im Landkreis Altötting die Hospizinitiative Inn-Salzach gegründet. Die Initiative hat sich das Ziel gesetzt, dass bis Anfang 2030 ein stationäres Hospiz mit 12 Plätzen in unserer Region eröffnet wird. Voraussetzung für die Errichtung eines Hospizes ist die Zusage eines Versorgungsvertrags durch die Arbeitsgemeinschaft der gesetzlichen Krankenkassen. Ein entsprechender Antrag wurde vom Anna Hospizverein im Namen der Hospizinitiative bei den Krankenkassen am 14. August 2025 gestellt.
  • Das Vorhaben wird von den Landräten, Bezirksräten und allen Landtagsabgeordneten der beiden Landkreise vollumfänglich unterstützt. Auch die CSU Fraktion des Bayerischen Landtags, vertreten vom Fraktionsvorsitzenden Klaus Holetschek, und die Landtagspräsidentin Ilse Aigner haben sich in Unterstützungsschreiben an die Krankenkassenvertreter für ein Hospiz für die Landkreise Mühldorf und Altötting ausgesprochen.
  • Am 16. Januar 2026 informierten die Krankenkassen die Initiative darüber, dass sie den Bedarf für ein Hospiz mit acht Betten mit Standort im Landkreis Mühldorf grundsätzlich anerkennen. Als Gründe für die Reduzierung der Bettenzahl und die Eingrenzung des Standorts nannten die Kostenträger insbesondere das geplante Hospiz in Pfarrkirchen sowie abweichende Berechnungsgrundlagen beim Bedarfsansatz. Ausschlaggebend für die Anerkennung sei zudem das langjährige intensive Engagement der Hospizvereine in der regionalen Palliativversorgung gewesen, im Besonderen auch der Betrieb der HospizInsel durch den Anna Hospizverein.
  • Für einen rechtsverbindlichen Bescheid zur Zusicherung eines Versorgungsvertrags haben die Kostenträger weitere umfangreiche Unterlagen angefordert. Dazu zählen unter anderem die konkrete Standortfestlegung, die Träger- und Betriebskonzeption, Investitions- und Betriebskostenkalkulationen, Liquiditätsplanungen sowie ein detaillierter Zeitplan bis zur Eröffnung. Die Hospizinitiative Inn-Salzach wird diese Anforderungen in den kommenden Monaten bearbeiten.

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